DIE STIFTUNG

EINE NEUE STIFTUNG ZUR VERWALTUNG DER ORTE DER HINGABE IN FONTANELLE

Am 22. Januar 2014 kam vor einem Notar in Bedizzole, ein langer Weg zu Ende. Der Prozess hatte im September 2013 zusammen mit den Mitgliedern der Vereinigung Rosa Mistica Fontanelle angefangen. Die Ziel war die Etablierung einer neuen Rechtswirklichkeit, sowohl in der zivilen als auch in der kanonischen Ordnung, die die Verwaltung der beweglichen und unbeweglichen Vermögensgegenstände, die in den letzten Jahrzehnten an dem Orte der Hingabe in Fontanelle in Montichiari gebildet worden waren, übernehmen konnte. In dieser Hinsicht und wegen der Offenheit der Verbindung mit der diözesanen kirchlichen Autorität, wurde die Zivilvereinigung Rosa Mystica Fontanelle nach der Andeutung der Kongregation für die Glaubenslehre, in einer Zivilstiftung verwandelt, wobei ihr Statut und die Leitungsgremien angemessen geändert wurden. Gleichzeitig wurde diese neue Stiftung auch in der kanonischen Ordnung durch ein besonderes Bischofsdekret als Stiftung für Hingabe und Religion unter der Aufsicht und Verwahrung des Bischofs von Brescia anerkannt. Infolgedessen wurden alle Vermögenswerte der vorherigen Vereinigung übertragen und registriert im Namen der neuen Stiftung, die den gleichen Namen der aufgehörten Vereinigung hat, d. h. Stiftung Rosa Mystica Fontanelle.

Die Ziele und Tätigkeiten der Stiftung, getrennt von der direkten Verwaltung von Hingabe und Liturgie, die einen bischöflicher Delegierter anvertraut wurden nach den Angaben eines in 2013 zugelassenen Sonderregisters, werde wie folgt kurz vorgestellt:
– im Geiste der Zusammenarbeit mit den Priestern, die sich um die Hingabe kümmern, alle Notwendige zu machen, um allen Pilgern einen würdigen Empfang zu leisten;
– zu bewilligen, dass die Hingabe im Geiste des Gebets, des Opfers und der Buße stattfinden kann; geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Verhaltensweisen oder Handlungen gegen die öffentliche Ordnung und in Bezug auf den Ort und die Personen zu verhindern;
– weiterzumachen mit der Lagerung und der Untersuchung der hingebungsvollen Tatsachen und Zeugnisse, die heutzutage stattfinden in Fontanelle, ein Ort der marianischen Hingabe und Gebet, in Erkennung, dass jedes endgültige Urteil in dieser Hinsicht von ausschließlicher Zuständigkeit der Kirche ist, nach dem kanonischen Recht und ihrem Lehramt;
– die vorhandenen Umweltmerkmale und die beabsichtigte Verwendung des Ortes „Fontanelle“ ohne Profit zu schützten;
– dass die Ernennung aller Mitglieder der Organe der Stiftung unter Beachtung der geltenden Satzung unter der Zuständigkeit des Bischofs von Brescia steht;
– Für die ersten beiden Mandate in diesen Gremien eine gerechte Vertretung von Mitgliedern zu gewähren, die Teil des Verwaltungsrates der aufgehörten Zivilvereinigung waren, als ein spürbares Zeichen der Dankbarkeit für die Arbeit, die von vielen von ihnen in diesen letzten Jahren gemacht wurde, im Dienst von Fontanelle in Montichiari.

Das Ziel dieses weiteren und wichtigen Schrittes, der für einen gemeinsamen Wunsch nach Klarheit durchgeführt wird, ist nicht nur formal und legal, wenn auch dringend erforderlich: Es ist, um noch deutlicher eine Vertrauens- und Kooperationshaltung zwischen den beteiligten Personen auszudrücken, damit der Dienst, den die in dem Ort Fontanelle kommenden Gläubigen angeboten wird, konkret die Züge der kirchlichen Gemeinschaft zeigen.

Msgr. Marco Alba
Bischöflicher Delegierter

ORTE

Die Orte der Hingabe an Rosa Mystica in Montichiari: die Kathedrale und die Ortschaft Fontanelle

Die Kathedrale von Montichiari

Die Kathedrale von Montichiari ist eine schätzbare Arbeit des lombardischen achtzehnten Jahrhunderts.

Reich an Geschichte und Kunst und zur Dame der Himmelfahrt gewidmet, war sie viermal im Jahre 1947, der Ort der angeblichen Erscheinungen von Rosa Mystica gewesen, von denen die wichtigste am 8. Dezember, das Fest der Unbefleckten Empfängnis, als die Hingabe der Stunde der Gnade gefragt worden war.

Die Kathedrale wurde dank Papst Paolo VI. eine Abtei. Animiert durch die Schönheit und den Charme der harmonischen Architektur, die verschiedenen Kunstwerke und vor allem durch die hölzerne Statue von Maria Rosa Mystica, die auf den Knien von dem Künstler, Perathoner, aus der Oberen Adria, geschnitzt worden ist, stellt sie einer der bedeutendsten Orte für die Entwicklung der Pietät und des Glaubens der Stadt dar. Die Jungfrau Maria steigt die Treppe herab mit Rosen, Symbol der Gnaden, die sie auf die Gläubigen verstreute.

Im Herzen des historischen Zentrums befindet sich die Kathedrale in einer optimalen Lage.

Duomo di Montichiari

Die Ortschaft Fontanelle

Fontanelle ist ein Ort im offenen Land, drei Kilometer von Montichiari entfernt. Der Name leitet sich von einer kleinen Quelle, die an diesem Ort fließt.

Dank der Intervention der Diözese von Brescia und der Verpflichtung vieler Laien Freiwilliger, wurde Fontanelle ein Ort des Gebets und der Marianische Hingabe, wo die Pilger ihre Seelen wiederherstellen können und von der Gnade Gottes erfüllt werden.

Località Fontanelle

GESCHICHTE ÜBER MARIA ROSA MYSTICA

Die Ereignisse geschahen in der Kathedrale von Montichiari und in Fontanelle Montichiari; die Botschaften von Pierina Gilli sind derzeit als eine rein persönliche Erfahrung zu betrachten.

In dieser offiziellen Website der Stiftung Rosa Mystica Fontanelle können Sie das Verzeichnis über die Marienhingabe in Fontanelle, den Zeitplan für die Messe und die neue Broschüre Geschichte und Kultstätten konsultieren.

Vorausgehende Rücksichtnahmes

Nach einigen kirchlichen Untersuchungen über die Ereignisse und die Botschaften, die Frau Pierina Gilli erlebt hatte, bestätigte der Bischof von Brescia erneut mit dem Dekret vom 1. Juli 2013 das wesentliche negative Urteil der Kirche. 

Daher bleibt das, was hier zu Informationszwecken berichtet wird, nur unter der alleinigen Prüfung der kirchlichen Autorität, ohne die Gläubigen zu irreführen, dass das Urteil der Kirche in Bezug auf die stattgefundenen Ereignisse,  vom Heiligen Stuhl positiv geändert worden sei.

Pierina Gilli

Pierina wurde am 3. August 1911 in Montichiari als die Erste von neun Kindern in einer bescheidenen Bauernfamilie geboren. Sie widmete sich mit Geduld ihrer Familie. Für Pierina war das Leid zunächst eine Folge ihrer Armut und schwachen Gesundheit; es brach stärker in ihr Leben ein nach dem Tod ihres Vaters. Sie musste in das Waisenhaus in Montichiari leben, das von den Schwestern der „Ancelle della Carità“ (Dienerinnen der Nächstenliebe) geführt wurde.

Obwohl in Pierina der Wunsch aufkeimte, um sich in dem von Rosa Crocifissa gegründeten religiösen Institut zu weihen, wurde dieser Wunsch nie realisiert wegen der anhaltenden Verschiebungen, der plötzlichen Krankheiten und schwere Missverständnisse.

Als sie etwa 30 Jahre alt war, erlebte Pierina Gilli plötzlich tiefe, spirituelle Erfahrungen, in Zusammenhang mit der Hingabe an Maria Rosa Mystica, die jetzt auf der ganzen Welt bekannt ist. In diesem treuen Zeugnis erhielt sie ihr endgültiges Kreuz; es war der Beginn eines langen körperlichen und moralischen Leidensweges.

Ereignisse von 1946 bis 1947

In der Nacht vom 23. auf den 24. November 1946 – als ihr Leiden durch eine schwere Krankheit ihren Höhepunkt erreichte – fing Pierina an, die spirituelle Erfahrung von Maria Crocifissa di Rosa, die gesegnete Gründerin der Schwestern der „Ancelle della Carità“ und ihre besondere Vorliebe für das Leiden, in der Tiefe zu verstehen.

Durch das Eintauchen in die Spiritualität von Maria Crocifissa di Rosa, verstand Pierina, dass  sie ihr Leben der Jungfrau Maria widmen musste und vor allem „Gebete, Opferung und Buβe“ aufopfern sollte, um die Sünden von jeweils drei Kategorien von gottgeweihten Seelen zu reparieren: die religiösen Seelen, die ihre Berufung verraten; Priester und Ordensleute, die in Todsünden dahinleben; Priester und Ordensleute, die den Verrat des Judas begehen und ihrem heiligen Dienst unwürdig sind. Darüber hinaus verstand Pierina, dass sie durch Gebet, Opferung und Buße an der Heilmachung der Priester beitragen musste.

Am 13. Juli 1947, während des Nachtgebetes zusammen mit den Schwestern, die sie aufgenommen hatten, sah Pierina in einer Erleuchtung die Jungfrau Maria, gekleidet in Weiß, mit drei Rosen auf ihrer Brust: die weiße Rose versinnbildet den Gebetsgeist, die rote den Opfergeist, die gelbe den Bußgeist der Bekehrung. In diesem Umstand vernahm Pierina, dass der 13. eines jeden Monats als ein Tag des Mariengebets mit besonderer Feierlichkeit gefeiert sollte.

In den folgenden Monaten vertiefte Pierina ihr Einblick im Licht der Fatimas Spiritualität. Anlässlich der Feierlichkeit des Unbefleckten Herzens Mariens am 8. Dezember 1947 verstand sie, dass große geistige Früchte aus der Feier, was Rosa Mystica „Stunde der Gnade, Buße und Gebet“ nannte, vorher kommen würden, zugunsten der Bekehrungen, besonders für die religiösen Seelen.

Am selben Tag, am 8. Dezember 1947, in der Montichiari-Kathedrale, verstand Pierina, dass sie sich dem Unbefleckten Herzen Mariens widmen musste und ihre eigene Spiritualität auf dem Marianischen Titel „Rosa Mystica“ gründen sollte.

Ereignisse von 1947 bis 1966

Wegen des anhaltenden zerbrechlichen Gesundheitszustandes der Pierina, kümmerte sich eine Gruppe von Wohltätigkeitsorganisationen um ihre Unterkunft und schließlich wurde sie am 20. Mai 1949 vorübergehend im Kloster der franziskanischen Schwestern der Lilie in Brescia untergebracht. Diese Zeitlichkeit dauerte 19 Jahre, während derer Pierina ihre Marianische Spiritualität mit besonderer Aufmerksamkeit auf die Hingabe im Heiligtum von Lourdes, auf die Kranken und auf die Erleuchtungen im Jahre 1947 mit Bezug auf Maria Rosa Mystica, vertiefte.

Diese Sensibilität brachte sie dazu, in Fontanelle einen Ort zu finden der zum Empfang der Kranken und zum Beten geeignet war und der ganz der Rosa Mystica zu widmen war. Am 17. April 1966, der erste Sonntag nach Ostern, in Italien auch „Albis“ genannt, bekam Pierina die Inspiration, alle Kranken zu bitten, in die wundersame Quelle zu gehen, um Barmherzigkeit und Trost zu erlangen.

Am 13. Mai 1966 spurte Pierina in ihrem Herzen, dass die Quelle „Quelle der Gnade“ genannt werden sollte; dabei sollte ein Becken angebracht werden, um die Kranken darin zu baden.

Während des Hochfestes von Corpus Christi, am 9. Juni 1966, weil sie sich mitten in den Feldern des reifen Weizens befand, hatte Pierina einen Geistesblitz der tiefen Verbindung zwischen der Marianischen Spiritualität und der Eucharistie: das Eucharistische Brot war Nahrung für zahlreiche Kommunionen der Wiedergutmachung.

Im nächsten Fest der Verklärung Christi, am 6. August 1966, bekam Pierina die Inspiration, dass am 13. Oktober der Welttag der Sühnekommunion gefeiert sollte.

Die letzten Jahren

Pierina lebte demütig in ihrem täglichen Leben, und gehorchte immer an den kirchlichen Bestimmungen, sie blieb ein Bezugspunkt für die immer mehr in Montichiari ankommende Pilger, die angezogen waren von der Hingabe an die Jungfrau Maria. Pierina begrüßte sie geduldig in ihrem kleinen Haus in der Nähe des neuen Krankenhauses, immer bereit die Personen zu begrüßen, die um ihre Gebete gefragt hatten. Sie gab Trost und Ratschläge für viele von ihnen, und bereitete viele Herzen zur Bekehrung vor.

Sie half vor allem die Kranken, und dies seit vielen Jahren, bis 1990, als ihre Krankheit verschlechterte und sie sich gezwungen sah in dem Rollstuhl zu bleiben.

Am 12. Januar 1991 starb Pierina nach einer langen Reinigung von Körper und Geist. In der Gegenwart einer großen Menge von Gläubigen, die für den letzten Abschied kam, wurde ihre Beerdigung gefeiert. Sie wurde aus der Kirche zum Friedhof begleitet, wo sie immer noch begraben ist mit den süßen Worten: „O Maria, unsere Hoffnung, Du die uns immer hilfst und an uns denkst …“. Es sind die gleichen Worte, die die kleine Krankenschwester, beleuchtet von Maria Rosa Mystica, es gewagt hat am 8. Dezember 1947 um 12 Uhr, in der großen Kathedrale von Montichiari zu singen.